Ergebnisse der Brutvogelkartierung am Nordufer des Hevesees
Auch in diesem Jahr hat Dr. Marc Niggemann für das Liz eine Kartierung der Brutvögel in den Naturschutzgebieten des Möhnesees durchgeführt. Ziel der Erfassung ist es, die Reviere anwesender Brutvögeln zu dokumentieren. Der nördliche Hevesee ist vor allem für durchziehende oder überwinternde Wasservögel wichtig, während Brutvögel nur an wenigen ruhigen Stellen geeignete Lebensräume finden. Störungen durch Straßen, Wanderwege und Trampelpfade machen den Brutvögeln und ihrem Nachwuchs das Leben am Hevesee oft schwer. Abgelegenere Gebiete, wie die Feuchtwälder und Überschwemmungsflächen am Heve-Einlauf, bieten daher die geschütztesten Brutplätze. Insgesamt wurden 40 Vogelarten nachgewiesen, davon 22 mit klar erkennbaren Revieren. Besonders häufig waren Zaunkönig, Buchfink, Rotkehlchen und Zilpzalp, während Arten des Nadelwaldes wie Tannenmeise oder Kernbeißer inzwischen nur noch selten vorkommen. Die Ergebnisse zeigen eine Stabilisierung der Bestände, machen aber auch die Auswirkungen menschlicher Nutzung und der Fichtenfällungen sichtbar. Wir hoffen mit dem Einblick in die Naturschutzarbeiten Menschen dafür zu sensibilisieren auf den ausgeschilderten Wegen zu bleiben und die Brutgebiete unserer heimischen Vogelarten zu respektieren.